08 Januar 2015

Kritik zum OZ-Presseartikel vom 11.11.2014

geschrieben in Aktuelles

 

Der veröffentlichte Entwurf, der in 2015 baulich umgesetzt werden soll ist ausgesprochen ausdrucks- und inhaltslos doch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ganz kostenlos.

Als Greifswalder Bürger und in Kenntnis der einstigen Gestalt dieses schönen Schmuckplatzes bin ich schockiert über die Degradierung des Areals zum puren Transitraum, welcher nur einer schnellen Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt nützt. ...

Aufenthaltsqualität verspricht der Entwurf in keiner Weise, weder für Reisende zum Zwischenstopp, noch für Kinder und Jugendliche und schon gar nicht für die vielen kreativen Studenten in unserer Stadt.

Der Entwurf, dessen Mitte lediglich eine gefährliche Kreuzung von mehreren Hochgeschwindigkeits-Fahrradtrassen wird, an dem man sitzend Zeuge von Fahrrad-Karambolagen ist, wäre die gebaute Leere.

Selbst das Paepke-Denkmal wird dabei verschämt ins Abseits gerückt.

Dieser Platzentwurf schreit nach Inbesitznahme durch Skater, Open-Air-Künstler Urban-Gardening, spielende Kinder oder einen richtig schnellen Hotspot zum Surfen im Internet.

Dem Auftraggeber scheint primär mit der Schreibweise des Namenspatrons Carl Paepke mit „ae“ oder „ä“  beschäftigt zu sein.

Bemerken da einige Beteiligte den Wald vor lauter Bäumen nicht ?

Übrigens Wald, die Baumreihe entlang der Bahnhofstraße verströmt den Charme einer pommerschen Landstraße und ersetzt nicht einmal den durch die Umbaumaßnahmen gerodeten Baumbestand im Platzbereich nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben.

Hier blickt die Lethargie der Beteiligten durch, die auf der Suche nach schnellen, billig umzusetzenden und einfach zu unterhaltenden Flächen Banalitäten inszenieren, die selbst unter dem Niveau einer pommerschen Ackerbürgerstadt liegen.